Food EditionCookAppetizerIndianPakora: Knusprige Krapfen aus Kichererbsenmehl
30 minEasyServes 4
Appetizer · Indian

Pakora: Knusprige Krapfen aus Kichererbsenmehl

Pakora sind der perfekte Snack oder die perfekte Vorspeise: Sie sind das, was man isst, während etwas anderes kocht, was man für unerwartete Gäste zubereitet, was man um Mitternacht macht, weil der Heißhunger kam. Die Technik ist fehlertolerant. Die Ergebnisse sind zuverlässig. Wenn man einmal verstanden hat, wie der Teig haftet und knusprig wird, kann man fast alles hineinpacken – Zwiebeln, Kartoffeln, Blumenkohl, Spinat, Paneer – und etwas Leckeres daraus machen.

Total time
30 min
Hands-on
20 min
Serves
4
Difficulty
Easy
Before you start

Die Teigdicke ist wichtiger als Präzision

Kichererbsenmehl nimmt je nach Marke und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich viel Wasser auf. Du möchtest einen Teig, der dick genug ist, um die Rückseite eines Löffels zu bedecken – er darf nicht abtropfen oder klumpig sein. Halte zusätzliches Wasser bereit und passe es nach Bedarf an. Die Öltemperatur ist dein zweites Kontrollinstrument: Ist es zu kühl, saugt die Außenseite Öl auf, bevor die Innenseite gart; ist es zu heiß, bräunt der Teig, während das Gemüse roh bleibt.

  • Mittlere Rührschüssel
  • Schneebesen oder Gabel
  • Schwerer Topf oder Kadai
  • Fettthermometer oder Zuckerthermometer (optional, aber nützlich)
  • Schaumkelle oder Spinnen-Sieb
  • Küchenpapier
  • Schneidebrett und Messer
Ingredients

What goes in.

  • 1 TasseKichererbsenmehl (Besan)
  • ¼ TasseWasser, plus mehr nach Bedarf
  • 2 ELNaturjoghurt
  • ½ TLSalz
  • ¼ TLKurkumapulver
  • ¼ TLRotes Chilipulver
  • ¼ TLKreuzkümmelsamen
  • PriseAsant (Hing)
  • 2 mittelgroßeZwiebeln, in Ringe geschnitten
  • Öl zum Frittieren(Pflanzenöl oder Erdnussöl)
The key technique

Wie der Teig haftet und knusprig wird

Der Teig muss dick haften, ohne beim Eintauchen ins Öl abzutropfen. Ein Teig mit viel Joghurt haftet besser als nur Wasser. Wenn die Pakora in das heiße Öl gelangen, verwandelt sich das Wasser im Teig in Dampf und bildet diese unregelmäßigen, zersprungenen Bläschen auf der Oberfläche – so entsteht Knusprigkeit. In dem Moment, in dem der Teig tief bernsteinfarben wird, ist die Innenseite gar. Nimmst du sie zu früh heraus, schmecken sie feucht; nimmst du sie zu spät heraus, härtet die Außenseite zu einer Schale aus.

Step by step

The method.

  1. Teig zubereiten

    In einer mittelgroßen Schüssel Kichererbsenmehl, Salz, Kurkuma, Chilipulver, Kreuzkümmelsamen und Asant verquirlen. Joghurt und ¼ Tasse Wasser hinzufügen. Verquirlen, bis alles glatt ist – keine Klümpchen. Der Teig sollte einen Löffel bedecken und langsam vom Schneebesen tropfen, nicht am Boden der Schüssel kleben. Bei Bedarf esslöffelweise mehr Wasser hinzufügen, wenn er zu dick erscheint; mehr Kichererbsenmehl hinzufügen, wenn er zu dünn ist. 5 Minuten ruhen lassen.

  2. Öl erhitzen

    Einen schweren Topf etwa 7-8 cm hoch mit Öl füllen. Bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Wenn du ein Thermometer hast, strebe 175°C (350°F) an. Wenn nicht, teste die Temperatur mit einem Teelöffel Teig – er sollte sofort brutzeln und innerhalb weniger Sekunden an die Oberfläche steigen, umgeben von Bläschen. Sinkt er, ist das Öl nicht heiß genug. Brät er in Sekundenschnelle an, ist es zu heiß.

  3. Bestreichen und frittieren

    In kleinen Portionen Zwiebelringe in den Teig tauchen, beide Seiten gut bedecken. Ein einzelnes Stück nach dem anderen in das heiße Öl gleiten lassen. Den Topf nicht überfüllen – die Öltemperatur sinkt, und die Pakora saugen Öl auf, anstatt knusprig zu werden. Pro Portion 4-5 Pakora frittieren. Sie sinken zunächst, steigen dann auf. Sobald sie oben schwimmen, dauert es weitere 1-2 Minuten, bis sie eine tief bernsteinfarbene Färbung annehmen.

  4. Herausnehmen und abtropfen lassen

    Mit einer Schaumkelle oder einem Sieb die Pakora aus dem Öl heben. Auf Küchenpapier legen. Sie werden beim Abkühlen weiter knusprig, wenn der Dampf entweicht. Warm servieren. Pakora, die länger als 10 Minuten liegen bleiben, beginnen weich zu werden.

Variations

Other turns to take.

Kartoffel-Pakora

Festkochende Kartoffeln dünn (ca. 3 mm) schneiden, trocken tupfen und in den Teig tauchen. Sie brauchen etwas länger zum Garen als Zwiebeln – insgesamt 3-4 Minuten – da die Kartoffel Zeit zum Weichwerden benötigt. Teste durch sanften Druck; die Innenseite sollte nachgeben.

Blumenkohl-Pakora

Blumenkohl in kleine Röschen brechen. 2 Minuten in gesalzenem kochenden Wasser blanchieren, dann vor dem Eintauchen in den Teig vollständig trocken tupfen. Der Blanchierschritt stellt sicher, dass die Röschen durchgaren, bevor der Teig verbrennt.

Paneer-Pakora

Paneer in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden und in den Teig tauchen. Diese braten am schnellsten – sie sind in 2-3 Minuten fertig, und die Innenseite ist bereits weich, sodass man im Grunde nur die Kruste fertigstellt.

Gemischte Gemüse-Pakora

Gleich viel geschnittene Zwiebeln, dünn geschnittene Kartoffeln und Blumenkohlröschen verwenden. Alles zusammen im Teig vermischen, bevor man es als lockere Stücke und nicht als einzelne Krapfen frittiert. So erhält man eine Mischung aus Texturen, und der Teig dient als Bindemittel.

Spinat-Pakora

Spinatblätter fein hacken, überschüssige Feuchtigkeit ausdrücken und direkt in den Teig mischen. Löffelweise in heißes Öl geben. Diese sind insgesamt knuspriger, da kein Gemüsezentrum durchgegart werden muss – der Spinat ist überall verteilt.

Tips & troubleshooting

When it doesn't go to plan.

Tip

Gemüse vor dem Bestreichen mit Küchenpapier trocken tupfen. Wasser auf der Oberfläche lässt den Teig abrutschen und das Öl spritzen.

Tip

Halte die Öltemperatur konstant, indem du kleine Portionen frittierst. Zu viel kaltes Gargut auf einmal lässt die Temperatur sinken und ruiniert die Portion.

Tip

Wenn der Teig zu dick ist und nicht haftet, mit einem Teelöffel Wasser verdünnen. Wenn er zu dünn ist und abrutscht, etwas mehr Kichererbsenmehl einsieben.

Tip

Asant (Hing) ist optional, aber traditionell – er verleiht eine subtile herzhafte Tiefe, ohne nach etwas Bestimmtem zu schmecken.

Tip

Pakora sofort nach dem Bestreichen frittieren. Wenn der Teig länger auf dem Gemüse liegt, beginnt er Feuchtigkeit aufzunehmen und wird nicht auf die gleiche Weise knusprig.

Tip

Reste von Pakora bei 175°C (350°F) im Ofen für 5 Minuten aufbacken, um die Knusprigkeit wiederherzustellen, aber sie schmecken am besten frisch.

Questions

The ones that keep coming up.

Warum rutscht mein Teig vom Gemüse ab?

Entweder ist der Teig zu dünn oder das Gemüse ist feucht. Kichererbsenmehlteig muss dick genug sein, um zu haften – er sollte einen Löffel gut bedecken. Tupfe außerdem dein Gemüse mit Küchenpapier vollständig trocken; selbst ein dünner Wasserfilm lässt den Teig abrutschen. Wenn beides in Ordnung ist, ist das Öl möglicherweise nicht heiß genug – kaltes Öl setzt den Teig nicht schnell genug fest.

Woher weiß ich ohne Thermometer, wann das Öl heiß genug ist?

Gib ein winziges Stück Teig ins Öl. Es sollte sofort brutzeln, kurz sinken und dann von aktiven Bläschen umgeben an die Oberfläche steigen. Wenn es sinkt und dort bleibt, braucht das Öl mehr Hitze. Wenn der Teig fast sofort bräunt, ist das Öl zu heiß.

Kann ich statt Kichererbsenmehl auch andere Mehlsorten verwenden?

Kichererbsenmehl wird gewählt, weil es einen leicht nussigen Geschmack, eine feine Textur hat und beim Frittieren eine besondere Knusprigkeit entwickelt. Weizenmehl (Type 405) tut es im Notfall auch, aber Geschmack und Textur werden merklich anders sein – neutraler, weniger interessant und nicht so herrlich knusprig.

Warum sind meine Pakora ölig?

Das Öl ist nicht heiß genug. Wenn die Temperatur unter 163°C (325°F) fällt, saugt der Teig Öl auf, anstatt zu braten. Frittiere in kleineren Portionen, damit die Temperatur stabil bleibt. Nimm die Pakora auch umgehend heraus, sobald sie tief bernsteinfarben sind – wenn sie zu lange im Öl bleiben, haben sie Zeit, mehr Fett aufzunehmen.

Wie mache ich Pakora weniger fettig?

Nachdem sie aus dem Öl genommen wurden, lege sie für 1-2 Minuten auf sauberes Küchenpapier. Das Papier saugt das Oberflächenöl auf. Lass sie nicht länger liegen, sonst verlieren sie Wärme und beginnen, weich zu werden. Serviere sie warm.

Was serviere ich zu Pakora?

Pakora passen gut zu Joghurt, der mit Wasser verdünnt und mit Salz, Chilipulver und gemahlenem Kreuzkümmel gewürzt ist – ein kühlendes Dip. Du kannst sie auch mit Tomatenketchup, Tamarinden-Chutney oder einem frischen Chutney aus Koriander und grüner Chili servieren. Der Kontrast von kühl und warm, süß und scharf, macht einen Teil des Reizes aus.