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Injera selber machen - Das äthiopische Sauerteigbrot
Injera entsteht durch die Fermentation von Teffmehl mit Wasser über drei bis fünf Tage. Der dabei entstehende Sauerteig wird zu einem dünnen Pfannkuchen auf einer heißen Platte gebacken, bis sich die charakteristischen Löcher bilden und die Unterseite fest wird. Das schwammige Brot dient als Beilage und Besteck zugleich.
Step by step
- Teffmehl mit Wasser anrühren. 300g Teffmehl mit 500ml lauwarmem Wasser verrühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Die Masse sollte die Konsistenz von dickem Pfannkuchenteig haben.
- Fermentation einleiten. Den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur drei bis fünf Tage stehen lassen. Er beginnt zu blubbern und entwickelt einen säuerlichen Geruch - das ist erwünscht.
- Starterteig abschöpfen. Ein Drittel des fermentierten Teigs abnehmen und separat aufbewahren. Dieser dient als Starter für das nächste Mal.
- Teig kochen. Den restlichen Teig mit 200ml Wasser verdünnen und unter ständigem Rühren fünf Minuten köcheln lassen, bis er andickt. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
- Konsistenz anpassen. Den abgekühlten Teig mit Wasser auf die Konsistenz von dünnem Pfannkuchenteig bringen. Er muss gleichmäßig fließen können.
- Injera backen. Eine beschichtete Pfanne oder spezielle Injera-Platte erhitzen. Den Teig dünn aufgießen und gleichmäßig verteilen. Bei mittlerer Hitze backen, bis sich Löcher bilden und die Oberfläche matt wird.
- Fertig backen ohne Wenden. Das Injera wird nur von einer Seite gebacken. Wenn sich die Ränder leicht vom Pfannenboden lösen und die Unterseite fest ist, ist es fertig.
Tips & troubleshooting
- Die richtige Pfannentemperatur erkennt man daran, dass ein Wassertropfen sofort verdampft, aber nicht heftig spritzt
- Injera sollte nicht zu dick werden - es muss biegsam bleiben, um Soßen aufnehmen zu können
- Der Starter kann wochenlang im Kühlschrank aufbewahrt und für neue Batches verwendet werden
- Traditionell wird Injera auf einer speziellen Tonplatte namens Mitad gebacken, eine beschichtete Pfanne funktioniert aber genauso gut
Variations
- Mit normalem Mehl. Wer kein Teffmehl findet, kann es zur Hälfte durch Vollkornmehl oder Buchweizenmehl ersetzen. Der Geschmack wird milder, aber die Textur bleibt ähnlich.
- Schnelle Version. Mit einem Esslöffel Essig und einer Prise Natron lässt sich die Fermentation auf einen Tag verkürzen. Das Ergebnis ist weniger komplex im Geschmack.
- Glutenfreie Alternative. Reismehl oder Hirsemehl können ebenfalls verwendet werden. Die Fermentationszeit verlängert sich dann auf bis zu eine Woche.
Questions
- Warum bilden sich keine Löcher in meinem Injera?
- Die Fermentation war vermutlich nicht stark genug oder der Teig ist zu dick. Lass ihn länger fermentieren oder verdünne ihn mit etwas mehr Wasser.
- Wie lange ist selbstgemachtes Injera haltbar?
- Frisches Injera hält sich zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur in einem sauberen Tuch eingewickelt. Im Kühlschrank bis zu einer Woche.
- Kann ich Injera einfrieren?
- Ja, zwischen Backpapier geschichtet lässt es sich bis zu drei Monate einfrieren. Vor dem Servieren einfach kurz antauen lassen.
- Was mache ich, wenn der Teig zu sauer wird?
- Ein zu saurer Teig lässt sich mit etwas frischem Mehl und Wasser verdünnen. Für die Zukunft die Fermentationszeit verkürzen.
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