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Beef Jerky zu Hause selber machen
Mageres Rindfleisch wird in dünne Streifen geschnitten, mariniert und bei niedriger Temperatur im Backofen oder Dörrgerät getrocknet. Das Fleisch muss komplett durchgetrocknet sein, damit es haltbar wird. Mit der richtigen Würzung und Geduld entsteht zähes, würziges Dörrfleisch.
Step by step
- Fleisch vorbereiten. Mageres Rindfleisch wie Oberschale oder Unterschale verwenden. Alle Fettreste und Sehnen entfernen. Das Fleisch für 1-2 Stunden ins Gefrierfach legen, bis es fest aber nicht steinhart ist. So lässt es sich gleichmäßig schneiden.
- In Streifen schneiden. Das Fleisch mit der Faser in 3-5 mm dünne Streifen schneiden. Ein scharfes Messer verwenden oder eine Aufschnittmaschine. Alle Streifen sollten etwa gleich dick sein, damit sie gleichmäßig trocknen.
- Marinade zubereiten. Sojasauce, Worcestersauce, Salz, schwarzen Pfeffer, Paprikapulver und nach Geschmack Knoblauch, Zwiebelpulver oder Chili mischen. Pro 500g Fleisch etwa 3-4 Esslöffel Marinade rechnen.
- Fleisch marinieren. Die Fleischstreifen mit der Marinade vermengen und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Alle Streifen sollten gleichmäßig bedeckt sein.
- Fleisch vorbereiten zum Trocknen. Die marinierten Streifen aus dem Kühlschrank nehmen und mit Küchenpapier abtupfen. Überschüssige Marinade entfernen, damit das Trocknen nicht zu lange dauert.
- Im Backofen trocknen. Fleischstreifen auf Gitterroste legen, mit Abstand zwischen den Stücken. Bei 60-70°C im Backofen mit leicht geöffneter Tür 4-8 Stunden trocknen. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich biegt ohne zu brechen und keine Feuchtigkeit austritt.
Tips & troubleshooting
- Dörrgerät verwenden falls vorhanden - es trocknet gleichmäßiger als der Backofen
- Fleisch gegen die Faser schneiden macht es zarter, mit der Faser wird es zäher
- Bei hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sich die Trockenzeit erheblich
- Fertiges Jerky in luftdichten Behältern aufbewahren - hält sich mehrere Wochen
- Das Fleisch ist fertig wenn es sich biegt wie Leder aber nicht bricht
- Temperatur nie über 70°C, sonst wird das Fleisch hart statt zäh
Variations
- Asiatisches Jerky. Mit Sojasauce, Sesamöl, Ingwer und einem Hauch Honig marinieren. Ergibt einen süß-salzigen Geschmack.
- Scharfes Jerky. Chiliflocken, Cayennepfeffer oder Sriracha zur Marinade hinzufügen. Die Schärfe intensiviert sich beim Trocknen.
- Rauchiges Jerky. Räuchersalz oder Liquid Smoke verwenden. Alternativ bei mildem Wetter auf dem Grill mit indirekter Hitze räuchern.
- Süßes Jerky. Brauner Zucker oder Ahornsirup zur Marinade. Vorsicht beim Trocknen, da Zucker schneller verbrennt.
Questions
- Welches Fleisch eignet sich am besten?
- Magere Cuts wie Oberschale, Unterschale oder Schwanzstück. Fett wird ranzig, deshalb alle sichtbaren Fettreste entfernen.
- Wie lange ist selbstgemachtes Jerky haltbar?
- Richtig getrocknetes Jerky hält sich 2-3 Wochen bei Raumtemperatur in luftdichten Behältern. Im Kühlschrank deutlich länger.
- Warum wird mein Jerky nicht richtig trocken?
- Meist ist das Fleisch zu dick geschnitten oder die Temperatur zu niedrig. Auch hohe Luftfeuchtigkeit verzögert das Trocknen erheblich.
- Kann ich auch Wild oder anderes Fleisch verwenden?
- Ja, Hirsch, Reh oder sogar Pute funktionieren. Wichtig ist nur, dass das Fleisch mager ist und alle Sehnen entfernt werden.
- Muss ich Pökelsalz verwenden?
- Nein, bei der niedrigen Temperatur und dem kurzen Prozess ist normales Salz ausreichend. Das Fleisch wird durch das Trocknen konserviert.